Öffnungszeiten

April bis Oktober:
Montag - Sonntag 10 - 17.30 Uhr

November bis März:
Dienstag - Sonntag 10 - 16.30 Uhr

Geschlossen:
24. Dezember

Eintrittspreise

Tageskarten

Erwachsene: 3,50 Euro
ermäßigt: 2,00 Euro
Familien: 7,00 Euro
Kinder unter 6 Jahre: frei

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Kontakt & Anfahrt

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden
Kastanienallee
19406 Groß Raden

Telefon: 03847 - 2252

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Das Tunneltor im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden

Im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden wurde am 10. Oktober 2009 der originalgetreue Nachbau des Tunneltores eingeweiht, das in der Slawenzeit in den Burgwall führte.

Bereits bei den Ausgrabungen 1973–1980 waren große Teile des Tunneltores unter der Leitung von Prof. Ewald Schuldt entdeckt und freigelegt worden. 2008 wurden weitere Teile des Tunnels archäologisch untersucht. Die neue Ausgrabung und die Auswertung der alten Grabungsunterlagen lieferten wichtige Hinweise für die vorbildgerechte Rekonstruktion des Tunneltores.

Die Rekonstruktion im Maßstab 1:1 zeigt das Tor und ein Stück der ursprünglichen Wallfront, wie sie um 950 n. Chr. ausgesehen haben. Zu diesem Zeitpunkt war der abgebrannte erste Wall (Wallphase A) durch einen neuen, breiteren und vermutlich auch höheren Wall ersetzt worden (Wallphase B).

Wallphase B bestand aus aneinandergereihten Holzkästen von etwa 1,2 m Seitenlänge, die mit Erde gefüllt waren. Dadurch ergab sich eine fast senkrechte Holzfassade, wie sie nun wieder zu sehen ist. Wände und Decke des Tunneltores bestanden aus 30–40 cm dicken Baumstämmen. Sicher waren die Öffnungen des Tores im Verteidigungsfall verschließbar, bei den Ausgrabungen wurden jedoch keine Hinweise darauf gefunden, wie dieser Verschluss aussah. Auf eine Nachbildung von Torflügeln oder ähnlichem wurde deshalb bewusst verzichtet.

Mit der Nachbildung des Tunneltores wurde das Freigelände rund 20 Jahre nach seiner Eröffnung um einen wichtigen Baustein erweitert. Die Besucher des Museums gelangen nun – wie vor rund 1000 Jahren – ebenerdig in das Innere des Burgwalles. Das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden kommt dadurch seinem Anspruch, ein authentisches Bild von Burg und Siedlung der Slawenzeit zu vermitteln, ein großes Stück näher.

Die Rekonstruktion von Tunneltor und Wallfassade wurde möglich dank der Unterstützung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, die ARGE Parchim und den Verein der Freunde und Förderer des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden.

  • Dokumentation der Grabungsbefunde
  • Einweihung des Tunneltores
  • Tunneltor